zurück

Diese Therapieformen sind bei Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivität zu empfehlen:
Hypnotherapie
Reinarnationstherapie
Phonophorese / Stimmgabel-Tonpunktur
Schröpfen
Entspannungstherapie


bei Kindern
Kindertherapie
Phonophorese / Stimmgabel-Tonpunktur
Schröpfen
Entspannungstherapie

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivität

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die auch als Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom oder Hyperkinetische Störung (HKS) bezeichnet wird, ist eine bereits im Kindesalter beginnende psychische Störung, die sich durch Probleme mit der Aufmerksamkeit sowie Impulsivität und häufig auch Hyperaktivität auszeichnet. Etwa drei bis zehn Prozent aller Kinder zeigen Symptome im Sinne einer ADHS. Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen.[1] Die Symptome können mit unterschiedlicher Ausprägung bis in das Erwachsenenalter hinein fortbestehen. Daneben existieren alternative Bezeichnungen und Abkürzungen, welche teilweise übereinstimmende Krankheitsbilder beschreiben, teilweise spezielle Ausprägungen bezeichnen. Verbreitet ist insbesondere die Bezeichnung Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom oder -störung (ADS). Veraltet sind hingegen die Bezeichnungen Minimale Cerebrale Dysfunktion (MCD) und Psychoorganisches Syndrom (POS). International wird üblicherweise von Attention Deficit/Hyperactivity Disorder (ADHD) bzw. Attention Deficit Disorder (ADD) gesprochen. Die Aufmerksamkeitsdefizitstörung ist nach derzeitigem Stand (2005) ein multifaktoriell bedingtes Störungsbild mit einer erblichen Disposition, welche die Ausbildung der Krankheit begünstigt.[2] Auf neurobiologischer Ebene wird es unter anderem als striatofrontale Dysfunktion erklärt. Für den Verlauf und die individuelle Ausprägung spielen daneben psychosoziale Faktoren und Umweltbedingungen eine wichtige Rolle. Betroffene und ihre Angehörigen stehen meist unter erheblichem Druck. Versagen in Schule oder Beruf und die Entwicklung von weiteren psychischen Störungen sind häufig. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad, den jeweiligen Symptomen sowie dem Alter des Betroffenen. Wegen der Komplexität der Störung wird angestrebt, verschiedene Behandlungsansätze zu einer auf den Patienten und sein soziales Umfeld zugeschnittenen Therapie zu kombinieren.

Klassifizierung nach ICD und DSM

Die ICD-10 unterteilt ADHS wie folgt:

Störung von Aktivität und Aufmerksamkeit (F90.0)
Hyperkinetische Störung mit Störung des Sozialverhaltens (F90.1)
Andere hyperkinetische Störungen (F90.8 oder F.90.9)
Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität (F98.8)

Im DSM-IV werden drei Typen von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen unterschieden. In den Klammern steht der jeweilige Diagnoseschlüssel, welcher nach dem ICD 10 zutreffen würde:
314.01 Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Mischtypus (ICD 10: F90.0)
314.01 Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Vorwiegend Hyperaktiv-Impulsiver Typus (ICD 10: F90.1)
314.00 Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Vorwiegend Unaufmerksamer Typus (ICD 10: F98.8)

Durch ihre motorische Hyperaktivität fallen die beiden ersten Typen mit Aufmerksamkeitsdefizitstörung eher auf als der nach außen nicht hyperkinetisch wirkende, unaufmerksame Typus. Dieser Typ scheint eher verträumt und ruhig zu sein. Innere Unruhe beziehungsweise gedankliche Umtriebigkeit und Impulsivität können jedoch genauso auftreten wie bei den anderen Typen. Oft kommt es erst relativ spät zu einem scheinbar unerklärlichen Versagen in der Schule oder im Beruf. Es wird vermutet, dass Mädchen in dieser Gruppe stärker vertreten sind als in den beiden anderen und deshalb seltener diagnostiziert werden. Helga Simchen benutzt den Begriff hypoaktiv für den unaufmerksamen Typ der ADHS.

ICD-10

Die ICD-10 gibt folgende Kriterien zur Diagnose von ADHS an:
A. In Bezug auf Alter und Entwicklungsstand nachweisbare Abnormität von Aufmerksamkeit und Aktivität zu Hause. Gekennzeichnet durch mindestens drei dieser Aufmerksamkeitsschwierigkeiten:

1.Kurze Dauer spontaner Aktivitäten.
2.Mangelnde Ausdauer beim Spielen.
3.Überhäufiges Wechseln zwischen verschiedenen Aktivitäten.
4.Stark beeinträchtigte Ausdauer bei der Bewältigung von Aufgaben, die von Erwachsenen gestellt werden.
5.Ungewöhnlich hohe Ablenkbarkeit während schulischer Arbeiten wie Hausaufgaben oder Lesen.
6.Ständige motorische Unruhe (rennen, hüpfen, Füße wippen etc.).
7.Bemerkenswert ausgeprägte Zappeligkeit und Bewegungsunruhe während spontaner Beschäftigungen.
8.Bemerkenswert ausgeprägte Aktivität in Situationen, die relative Ruhe verlangen
   (wie z. B. Mahlzeiten, Reisen, Besuche, Gottesdienst).
9.Schwierigkeiten, sitzen zu bleiben, wenn es verlangt wird.

B. In Bezug auf Alter und Entwicklungsstand nachweisbare Abnormität von Aufmerksamkeit und Aktivität im Kindergarten oder in der Schule (falls zutreffend). Gekennzeichnet durch mindestens drei dieser Aufmerksamkeitsschwierigkeiten:

1.Außergewöhnlich geringe Ausdauer bei der Bewältigung von Aufgaben.
2.Außergewöhnlich hohe Ablenkbarkeit, d.h. häufiges Zuwenden zu externen Stimuli.
3.Überhäufiger Wechsel zwischen verschiedenen Aktivitäten, wenn mehrere zur Auswahl stehen.
4.Extrem kurze Dauer von spielerischen Beschäftigungen.
5.Beständige und exzessive motorische Unruhe (Rennen, Hüpfen, Füße wippen etc.) in Situationen, in denen
   freie Aktivität erlaubt ist.
6.Bemerkenswert ausgeprägte Zappeligkeit und motorische Unruhe in strukturierten Situationen.
7.Extrem viel Nebenaktivitäten bei der Erledigung von Aufgaben.
8.Fehlende Fähigkeit, auf dem Stuhl sitzenbleiben zu können, wenn es verlangt wird.

Daneben darf es sich nicht um eine tiefgreifende Entwicklungsstörung (F84), Manie (F30), Depression (F32) oder Angststörung (F41) handeln, die Symptomatik sollte vor dem 6. Lebensjahr beginnen und mindestens 6 Monate andauern und der IQ muss einen Wert von 50 überschreiten.

DSM-IV

Für eine Diagnose nach den Kriterien des DSM IV, müssen in den Bereichen der Unaufmerksamkeit oder der Hyperaktivität und Impulsivität jeweils sechs (oder mehr) Symptome in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu vereinbarenden und unangemessen Ausmaß vorhanden gewesen sein.
Symptome der Unaufmerksamkeit Sechs (oder mehr) der folgenden Symptome von Unaufmerksamkeit sind während der letzten sechs Monate in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu vereinbarenden und unangemessen Ausmaß vorhanden gewesen:


1.beachtet häufig Einzelheiten nicht oder macht Flüchtigkeitsfehler bei den Schularbeiten, bei der Arbeit oder
   bei anderen Tätigkeiten
2.hat oft Schwierigkeiten, längere Zeit die Aufmerksamkeit bei Aufgaben oder beim Spielen aufrechtzuerhalten
3.scheint häufig nicht zuzuhören, wenn andere ihn/sie ansprechen
4.führt häufig Anweisungen anderer nicht vollständig durch und kann Schularbeiten, andere Arbeiten oder Pflichten
   am Arbeitsplatz nicht zu Ende bringen (nicht aufgrund oppositionellen Verhaltens oder Verständigungsschwierigkeiten)
5.hat häufig Schwierigkeiten, Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren
6.vermeidet häufig oder hat eine Abneigung gegen oder beschäftigt sich häufig nur widerwillig mit Aufgaben,
   die länger dauernde geistige Anstrengungen erfordern (wie Mitarbeit im Unterricht oder Hausaufgaben)
7.verliert häufig Gegenstände, die für Aufgaben oder Aktivitäten benötigt werden
   (z. B. Spielsachen, Hausaufgabenhefte, Stifte, Bücher oder Werkzeug)
8.lässt sich oft durch äußere Reize leicht ablenken
9.ist bei Alltagstätigkeiten häufig vergesslich.

Hyperaktivität und Impulsivität
Sechs (oder mehr) der folgenden Symptome der Hyperaktivität und Impulsivität sind während der letzten sechs Monate beständig in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu vereinbarenden und unangemessenen Ausmaß vorhanden gewesen:

Symptome der Hyperaktivität

1.zappelt häufig mit Händen oder Füßen oder rutscht auf dem Stuhl herum
2.steht in der Klasse oder in Situationen, in denen Sitzen bleiben erwartet wird, häufig auf
3.läuft herum oder klettert exzessiv in Situationen, in denen es unpassend ist (bei Jugendlichen oder Erwachsenen kann das auf ein subjektives Unruhegefühl beschränkt bleiben)
4.hat häufig Schwierigkeiten, ruhig zu spielen oder sich mit Freizeitaktivitäten ruhig zu beschäftigen
5.ist häufig „auf Achse“ oder handelt oft, als wäre es „getrieben“
6.redet häufig übermäßig viel.

Symptome der Impulsivität

1.platzt häufig mit Antworten heraus, bevor die Frage zu Ende gestellt ist
2.kann nur schwer warten, bis es an der Reihe ist
3.unterbricht und stört andere häufig (platzt z. B. in Gespräche oder Spiele anderer hinein).

Für eine Diagnose nach den Kriterien des DSM IV ist es des Weiteren unerlässlich, dass einige Symptome vor dem 7. Lebensjahr und in zwei oder mehr Bezugssystemen (z. B. Schule, Arbeitsplatz oder Zuhause) auftreten deutliche Belege für eine klinisch bedeutsame Beeinträchtigung im sozialen, Lernleistungs- oder beruflichen Bereich vorhanden sind die Symptome nicht durch eine andere psychische Störung besser erklärt werden können (z.B. Affektive Störung, Angststörung, Dissoziative Störung oder eine Persönlichkeitsstörung). Behandlungsbedürftigkeit [Bearbeiten] ADHS kann in drei Schweregrade eingeteilt werden:


  - Der leicht Betroffene hat zwar die biologische und genetische Prädisposition, bei ihm ist die Symptomatik aber nicht so stark
     ausgeprägt, dass er behandlungsbedürftig ist. Er besitzt eine höhere Kreativität, ist etwas weniger impulsgehemmt
    als normal und kann sich nicht so gut konzentrieren wie andere Menschen. Dafür bekommt er aber am Rande liegende Details
    sehr viel besser mit. Trotzdem ist eine frühzeitige Information des Betroffenen und seines Umfeldes
    über ADHS sowie eine psychosoziale Hilfestellung wichtig. Dadurch kann ein Betroffener in seiner Entwicklung
    günstig beeinflusst werden und die negativen Symptome werden abgeschwächt.
  - Der mittelschwer Betroffene ist behandlungsbedürftig und leidet neben ADHS zunehmend unter Folgeerkrankungen.
     Er entwickelt aber keine Störung des Sozialverhaltens oder andere soziale Auffälligkeiten. Unter Umständen ergreift er
    einen Beruf, für den er geistig deutlich überqualifiziert ist. Das Suizidrisiko ist ohne Behandlung erhöht,
    und die Wahrscheinlichkeit von Schulversagen und Versagen im Beruf nimmt zu.
  - Ein schwer Betroffener hat ein gestörtes Sozialverhalten und ein stark erhöhtes Risiko, ein Suchtverhalten zu entwickeln
     oder in die Kriminalität abzurutschen. Ohne Behandlung ist er nur schwer zu (re-)sozialisieren.

Mit einer umfassenden Prophylaxe und der Information des Umfeldes über die Störung kann man unter Umständen erreichen, dass sich die einzelnen Symptome weniger deutlich ausprägen, so dass ursprünglich schwerer Betroffene in eine schwächere Kategorie fallen. Zu bedenken ist aber, dass ein Großteil des Schweregrades neurobiologisch bedingt ist. Daher können die Symptome nur im Rahmen der synaptischen und kortikalen Plastizität des menschlichen Gehirns beeinflusst werden. Untersuchungen zur Langzeitplastizität bei ADHS stehen noch aus.

Diese Informationen stammen von
Wikipedia


Die Naturheilpraxis Daniela Doll übernimmt keine Haftung auf Richtigkeit

zurück

Diese Therapieformen sind bei Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätzu empfehlen:
Hypnotherapie
Reinarnationstherapie

bei Kindern
Kindertherapie
Dieser Text ist unter der Lizenz http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein.